Die Bestimmung der günstigen Ionen und der Aufteilungspunkte (Split-Points``) ist ein zentraler Teil des ,,Trajectory-Split Algorithmus, denn diese Punkte bestimmen maßgeblich die benötigte Rechenzeit und die Qualität des Simulationsergebnisses.
Das Hauptproblem ist natürlich, daß man a priori nicht sagen kann, ob und
wie lange ein Ion kanalisiert und dadurch möglicherweise weit von
entfernt zur Ruhe kommt. Man wäre daher gezwungen, zuerst die gesamte
Trajektorie zu berechnen, alle Kollisionsereignisse zu speichern, um dann am
Ende in der Lage zu sein, definitiv zu entscheiden, ob das Ion in einem
momentan unterrepräsentierten Bereich zu liegen kommt. Dann müßte man
geeignete Aufteilungspunkte auswählen, den gesamten Trajektorienbaum
berechnen und erst anschließend könnte man die Gewichte der einzelnen
Zweige festlegen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß der enorme
Verwaltungsaufwand den Gewinn bei der Berechnung der Trajektorien wieder
zunichte macht. Außerdem ist auch diese Methode kein Garant dafür, daß
gute Aufteilungspunkte gewählt werden.
Weiters zeigt sich, daß eine zu geringe Anzahl von günstigen Ionen eine
negative Auswirkung auf das Simulationsergebnis hat. In diesem Fall würden
nämlich nur einzelne Channeling-Kanäle statistisch verbessert
werden, und der Gesamtfehler bliebe trotzdem unzulässig hoch. Das kann z.B. dadurch entstehen, daß entweder zu wenig
Initialtrajektorien simuliert wurden oder das Auswahlkriterium zu eng
gefaßt wurde.